Glossar: Kleinkläranlage, Wartung & Dichtigkeitsprüfung (A–Z)
In diesem Glossar erklären wir die wichtigsten Fachbegriffe rund um Kleinkläranlagen, Abwassertechnik, Wartung, Dichtigkeitsprüfung und Reparatur – leicht verständlich und praxisnah.
Wenn Sie Unterstützung benötigen (Wartung, Störung, Reparatur oder Dichtigkeitsprüfung), beraten wir Sie gerne.
✅ Telefonische Beratung & Termine: 0151-44371443
✅ Einsatzgebiete: Hessen, Thüringen, Bayern, Sachsen, Sachsen- Anhalt und Umgebung
A
Ablauf (Kleinkläranlage)
Der Ablauf ist das gereinigte Wasser, das die Kleinkläranlage nach der Reinigung verlässt und in einen Vorfluter, Graben oder eine Versickerung eingeleitet wird
Abscheider
Ein Abscheider trennt bestimmte Stoffe aus Abwasser (z. B. Fett oder Öl). Typisch sind: Fettabscheider (Gastronomie)
Leichtflüssigkeitsabscheider / Ölabscheider (Werkstätten)
Abwasser
Abwasser ist benutztes Wasser aus Haushalt oder Betrieb, z. B. aus Toilette, Dusche, Küche oder Waschmaschine.
Belebtschlamm
Mischung aus Wasser + Mikroorganismen (Bakterien), die organische Schmutzstoffe abbauen.
Belüftung
Zufuhr von Luft/Sauerstoff. Ohne Belüftung funktioniert die biologische Reinigung oft nicht → häufige Ursache für Störungen.
D
Dichtigkeitsprüfung
Prüfung, ob Leitungen, Schächte, Gruben oder Behälter undicht sind.
Sie schützt:
- Grundwasser
- Boden
- Umwelt
➡️ Interner Link-Tipp: „Mehr zur Dichtigkeitsprüfung“ → /Dichtigkeitsprüfung
Dokumentation / Wartungsprotokoll
Nachweis über Wartung, Kontrolle, Messergebnisse und ggf. Reparaturen. Oft Behördenpflicht.
E
Einlauf / Zulauf
Der Zulauf ist die Stelle, an der Abwasser in die Anlage hineinfließt.
Einleitgenehmigung
Behördliche Genehmigung, gereinigtes Abwasser in Boden oder Gewässer einzuleiten.
F
Festbettanlage
Biologisches Verfahren: Mikroorganismen siedeln auf Trägermaterial (Festbett) und reinigen das Abwasser.
G
Generalinspektion
Gründliche Prüfung der Kleinkläranlage in größeren Abständen (je nach Vorgabe der Behörde/Landkreis).
Grundwasser
Wasser im Boden. Muss vor Verschmutzung geschützt werden → daher strenge Regeln bei Abwasseranlagen.
H
Hebeanlage
Pumpe, die Abwasser anhebt, z. B. aus Kellerräumen. Bei Störungen droht Rückstau.
I
Inspektion
Sicht- und Funktionskontrolle einer Anlage. Keine vollständige Wartung – aber oft Teil davon.
K
Kleinkläranlage
Eine Kleinkläranlage ist eine kleine Kläranlage für Grundstücke ohne Kanalanschluss (z. B. Einfamilienhäuser, Ferienhäuser, Gaststätten). Sie reinigt Abwasser vor Ort.
Klärschlamm
Reststoffe aus der Reinigung. Muss regelmäßig entfernt und entsorgt werden (Schlammabfuhr).
L
Labor
KAS- Klatt Abwasser Service GmbH verfügt über ein eigenes Labor und wird bei jeder Wartung für die Auswertung der Ablaufprobe benötigt.
N
Nachklärung
Bereich, in dem Schlamm absinkt und klares Wasser abläuft.
Nitrifikation
Biologischer Prozess: Ammonium wird in Nitrat umgewandelt. Wichtig für gute Ablaufwerte.
P
Phosphatfällung
Chemische/technische Maßnahme, um Phosphor im Abwasser zu reduzieren (Gewässerschutz).
Probenahme (Ablaufprobe)
Entnahme einer Wasserprobe am Ablauf zur Kontrolle der Reinigungsleistung (z. B. für Behörden). Ist Teil jeder Wartung.
R
Rückstau
Wenn Abwasser durch Überlastung oder Starkregen zurückdrückt. Wichtig: Rückstauschutz / Rückstauklappe. Auch Verstopfung führen sehr häufig dazu.
S
Sammelgrube
Keine Reinigung – Abwasser wird nur gesammelt und regelmäßig abgepumpt.
Schlammspiegel
Füllhöhe des Schlamms in der Anlage. Ist der Schlammspiegel zu hoch, leidet die Reinigungsleistung.
SBR-Anlage (Sequencing Batch Reactor)
Moderne Kleinkläranlage mit Reinigung in zeitlichen Schritten:
1. Befüllen
2. Belüften
3. Absetzen
4. Klarwasser ablassen
Steuerung / Schaltkasten
Elektronik der Anlage (Belüftung, Pumpen, Alarm). Häufige Ursache bei Störungen.
W
Wartung (Kleinkläranlage)
Regelmäßige Kontrolle & Pflege der Anlage:
- Sichtprüfung
- Funktionstest (Belüfter, Pumpe, Steuerung)
- Schlammprüfung
- Dokumentation
➡️ Interner Link-Tipp: „Mehr zur Wartung“ → / Wartung-Kleinkläranlage
Wartungsvertrag
Vereinbarung mit Fachbetrieb zur regelmäßigen Wartung. In vielen Landkreisen Voraussetzung.
